Kontaktdaten im Lebenslauf: Telefon, E-Mail, Ort und LinkedIn ATS-sicher angeben

Von Toni Matijević · Tonis Bewerbungshilfe ·

Kontaktdaten sind der kleinste Teil deines Lebenslaufs und der, bei dem ein Fehler am meisten kostet. Fehlt die Telefonnummer im Bewerberprofil, muss der Recruiter erst die Originaldatei öffnen. Ein Bewerbermanagement-System erkennt Kontaktdaten an Mustern: die E-Mail-Adresse am @, die Telefonnummer an Vorwahl und Ziffernfolge, den Wohnort an der Postleitzahl. Je klarer diese Muster, desto sicherer landen deine Angaben im richtigen Feld.

Wo die Daten stehen sollten, nämlich im normalen Text und nicht in der Kopfzeile, erklärt der Artikel Kontaktdaten in Kopf- und Fußzeile. Hier geht es darum, wie du sie schreibst.

Der Kopfbereich auf einen Blick

So sieht ein Kopfbereich aus, den Parser gut verarbeiten:

Maria Beispiel
Musterstraße 12, 1100 Wien
+43 660 1234567
maria.beispiel@example.com
linkedin.com/in/maria-beispiel

Jede Angabe ist lesbarer Text in einer eigenen Zeile oder klar getrennt in einer gemeinsamen Zeile. Gestalten darfst du den Bereich trotzdem: größere Schrift für den Namen, eine Akzentfarbe, eine dünne Linie darunter.

Der Name

Dein Name steht als eigene Zeile ganz oben, nur Vor- und Nachname. Akademische Titel wie „Mag.“, „Dr.“ oder „DI“ davor sind in Ordnung. Steht über dem Namen das Wort „Lebenslauf“ oder „Curriculum Vitae“, muss die Software erst erkennen, dass das nicht dein Name ist. Lass es weg oder setz es klein darunter. Dass es ein Lebenslauf ist, sieht ohnehin jeder.

Telefonnummer: international und mit Leerzeichen

Schreib die Nummer in der internationalen Form mit Pluszeichen und Ländervorwahl:

+43 660 1234567
+49 151 23456789
+41 79 123 45 67

Diese Schreibweise ist in der Empfehlung E.123 der Internationalen Fernmeldeunion beschrieben (ITU-T E.123): Pluszeichen, Ländervorwahl, dann die Nummer, gegliedert mit Leerzeichen. Sie ist für ein Unternehmen in Österreich, Deutschland und der Schweiz gleichermaßen eindeutig. Die nationale Form wie 0660 1234567 funktioniert im eigenen Land, für einen Recruiter im Nachbarland ist sie aber nicht sofort klar.

Vermeide diese Varianten:

  • Die Null in Klammern, also +43 (0)660 1234567. Wählt jemand die Nummer so, wie sie dasteht, landet die Null mit in der Nummer. Auch für die Software ist es eine Ziffer mehr.
  • Schrägstriche und Punkte wie 0660/123.45.67. Sie sind nicht falsch, aber unnötig. Leerzeichen reichen.
  • Mehrere Nummern in einer Zeile. Nenn eine Nummer, unter der du wirklich erreichbar bist.

Ein Telefon-Symbol vor der Nummer ist kein Problem, solange die Nummer selbst als Text dasteht. Auch eine Beschriftung wie „Telefon:“ schadet nicht.

E-Mail-Adresse

Die E-Mail-Adresse gehört vollständig als Text in den Kopfbereich. Drei typische Fehler:

  • Nur ein Symbol mit Link: Ein Brief-Icon, hinter dem ein Link liegt, enthält keinen lesbaren Text. Beim Auslesen bleibt davon nichts übrig.
  • Schreibweise gegen Spam: maria(at)example.com oder maria [at] example.com kennst du vielleicht von Websites. Ein Parser erkennt das nicht als E-Mail-Adresse.
  • Leerzeichen oder Zeilenumbruch mitten in der Adresse, etwa weil die Spalte zu schmal ist.

Nimm eine Adresse mit deinem Namen. Sie ist leichter zuzuordnen und wirkt seriöser als ein alter Spitzname.

Wohnort mit Postleitzahl

Viele Systeme haben ein eigenes Feld für den Wohnort, und je nach Einstellung können Recruiter den Bewerberpool nach Ort oder Region durchsuchen. Damit der Ort erkannt wird, schreib die Postleitzahl davor:

1100 Wien
80331 München
8001 Zürich

Die Straße kannst du weglassen, wenn du sie nicht angeben möchtest. Postleitzahl und Ort sollten aber bleiben. Ein Länderkürzel wie „A-“ vor der Postleitzahl ist nicht nötig. Bewirbst du dich ins Nachbarland, schreib das Land einfach aus, etwa „1100 Wien, Österreich“.

LinkedIn- und XING-Link

Ein Profil-Link ist im deutschsprachigen Raum üblich. Schreib ihn als Text aus, eine Kurzform ohne https:// reicht: linkedin.com/in/maria-beispiel. Steht nur das Wort „LinkedIn“ mit einem Link dahinter, ist die Adresse beim Auslesen oft weg, denn der Link selbst ist kein sichtbarer Text.

In den Einstellungen deines LinkedIn-Profils kannst du die öffentliche Adresse anpassen, sodass sie deinen Namen enthält statt einer Zahlenfolge. Für XING gilt dasselbe Prinzip.

Was nicht in den Kopfbereich muss

Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit und Familienstand sind im deutschsprachigen Raum teilweise noch üblich, für das ATS aber nicht nötig. Ob du sie angibst, entscheidest du. Wenn ja, dann mit Beschriftung in einer eigenen Zeile, etwa „Geburtsdatum: 12.04.1990“, damit das Datum nicht mit einem Zeitraum aus deinem Werdegang verwechselt wird. Ein Bewerbungsfoto ist unkritisch, das System ignoriert es.

Typische Fehler auf einen Blick

  • Kontaktdaten in der Kopfzeile, in einem Textfeld oder in einer Seitenleiste
  • Telefonnummer mit (0) oder ohne Vorwahl
  • E-Mail-Adresse nur als Symbol oder mit (at)
  • Wohnort ohne Postleitzahl
  • LinkedIn nur als verlinktes Wort oder Icon

Seitenleisten sind dabei ein eigenes Thema: Stehen die Kontaktdaten links neben dem Werdegang, kann der Parser sie mit deinen Stationen vermischen. Mehr dazu im Artikel Zweispaltiger Lebenslauf.

So prüfst du deine Kontaktdaten

Lade deinen Lebenslauf in den kostenlosen ATS-Check. Er sucht im Text nach Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Postleitzahl mit Ort und einem LinkedIn- oder XING-Link und zeigt dir, was er erkannt hat. Fehlt E-Mail oder Telefon, meldet er das als kritisch, fehlen Ort oder Profil-Link, als Hinweis. Die Datei verlässt dabei dein Gerät nicht. Die übrigen Grundregeln findest du im Artikel ATS-konformer Lebenslauf.

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