Lebenslauf als PDF oder Word: Was liest ein ATS besser?

Von Toni Matijević · Tonis Bewerbungshilfe ·

Die kurze Antwort: Beides funktioniert – wenn die Datei echten Text enthält. Probleme machen nicht die Formate an sich, sondern bestimmte Arten, sie zu erstellen.

Word (.docx)

Ein sauber aufgebautes Word-Dokument ist für die meisten Parser die einfachste Vorlage: Überschriften, Absätze und Text liegen strukturiert vor. Achte darauf, keine Textfelder und Tabellen für Inhalte zu verwenden und Kontaktdaten nicht in die Kopfzeile zu setzen. Das alte Format .doc dagegen lesen viele Systeme nur teilweise – speichere es als .docx.

PDF

Ein PDF, das du direkt aus Word, Google Docs oder LibreOffice exportierst, enthält eine Textebene und ist für ATS gut lesbar. Es hat den Vorteil, dass dein Layout überall gleich aussieht. Schwierig wird es bei:

  • Scans und Fotos – die enthalten nur ein Bild, keinen Text.
  • Design-Programmen, die Schrift in Grafikpfade umwandeln.
  • Passwortschutz – den kann das System nicht öffnen.

Der 10-Sekunden-Test für dein PDF

Öffne das PDF, drück Strg + F (am Mac Cmd + F) und such nach deinem Nachnamen. Wird er gefunden, hat das PDF eine Textebene. Wird er nicht gefunden, liest auch ein ATS nichts.

Was also hochladen?

  1. Wenn die Stellenanzeige ein Format nennt: genau das.
  2. Sonst: ein aus Word exportiertes PDF mit einspaltigem Aufbau – oder direkt die .docx.
  3. Dateiname: „Vorname_Nachname_Lebenslauf.pdf“, Dateigröße möglichst unter 5 MB.

Der Check prüft PDF und .docx und sagt dir auch, wenn deine Datei gar keinen Text enthält.

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